Zum Content springen Zur Navigation springen

Achtung!

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte updaten Sie ihren Browser um die Usability zu verbessern.
Märchenhafte Unterkünfte finden
Wann
Pfeil rechts
Gäste 2 Personen
Erwachsene
Kinder
confirm
Veranstaltungen finden

Ars-Natura-Runde "Eine Runde Rauszeit"

„Eine Runde RAUSZEIT“ ist ein ca. 11 Kilometer langer Rundweg der Ars-Natura-Stiftung mit dem Thema "Besinnung" und "Entschleunigung".


  Länge   Dauer
10.9 km 3 h
Startpunkt der Tour

Marktplatz Melsungen

Zielpunkt der Tour

Marktplatz Melsungen


Der Wanderweg ARS NATURA verbindet den aktuellen Trend nach Erholung durch Wandern mit Kunst- und Kulturerlebnis fernab der Enge eines Museums.

Mit dem gewählten Thema "RAUSZEIT" (Raus in die Natur und eine Auszeit nehmen) greifen die 10 Kunstwerke entlang des Rundwanderweges den aktuellen Zeitgeist nach Entschleunigung, Zeit für innere Mitte, Besinnung und Balance auf:

Eine Bibliothek am Waldrand und eine außergewöhnliche Bank, in der wir uns in die Augen schauen können, laden zum Verweilen ein! Ein rabenschwarzes kleines Monster frisst alle unsere Sorgen auf..... Der letzte hessische im frühen 19 Jahrhundert am Wolfsstein geschossene Wolf ist in weißer Gestalt zurückgekehrt und lässt sich bewundern. Die Hohlform eines Menschen in einem Baumstamm erinnert an unsere eigene Herkunft aus der Natur und überdimensionale Schalenhälften einer Kastanie führen in ihren Schoß zurück. Das ganze Jahr über begleitet uns Gagelagaije (Löwenzahn) auf unseren Wegen in der Landschaft. Im Frühling entfaltet er überall seine sonnengelbe Pracht und dient als Bienenweide und Heilkraut.

Wir laden Sie herzlich ein, die Natur zu genießen, zur Ruhe zu kommen und sich von der Hektik des Alltags zu Entpannen!

*** Gefördert durch den Europäischen Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des ländlichen Raums: Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete. Mitfinanziert durch das Land Hessen, die Förderregion Mittleres Fuldatal und das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft ***

Wegbeschreibung:

Der in einer unregelmäßigen Acht angelegte Weg startet am historischen Melsunger Marktplatz und führt zunächst auf dem Barbarossaweg X8 durch die Fritzlarer Straße, dann durch die Unterführung über die große Kreuzung und anschließend bergauf über den Schlothberg zum Hopfenort, wo Sie das 1. Kunstwerk erwartet. Nun folgen Sie der Ars-Natura-Beschilderung am 2. Kunstwerk vorbei bis zum Siebenstern (Konrad-Hoffmann-Hütte), wo sich das 3. Kunstwerk - die Bibliothek - befindet. Ab dort umrundet der Wanderweg linksdrehend (also bitte rechts halten!) den Kesselkopf und passiert dabei den Wolfsstein. Am "Sorgenfresser" geht es links durch den Wald zurück zum Siebenstern. Dann geht es durch Feld- und Wiesenwege zurück Richtung Melsungen, wo Sie noch viele interessante Kunstwerke entdecken können. Den Kesselberg hinunter gelangen Sie zum Landgrafenschloss und weiter durch die Fußgängerzone zurück zum Marktplatz mit seinem sehenswerten Fachwerk-Rathaus.

Erklärungen zu den Kunstwerken entlang des Weges:

1

Tanja Röder - Pfaffenhofen

Liebe

Die Figur verkörpert Nähe, Vertrautheit, Einheit in der Zweisamkeit, Eleganz. Letztere ist jeder der Arbeiten der Künstlerin eigen, glatte Oberflächen und fließende Formen prägen ihre Werke. Eindringlich gelingt der sensiblen Holzbildhauerin das Wechselspiel zwischen Licht und Schatten, zwischen hart und weich, raumoffen und geschlossen. Die Gestalt ist harmonisch und ausgewogen, Durchbrüche und Abrundungen machen ihr Volumen leicht und beschwingt. Die glatten Flächen reizen zum genaueren Hinsehen und Betasten. Ein weiteres Charakteristikum ihrer Figuren ist der fehlende Kopf, der vom Betrachter selbst aber leicht imaginiert werden kann.

2

Cornelia Brader - Memmingen

Mann mit Fernglas

Charakteristisch sind die Werkspuren, die die Arbeiten der Künstlerin prägen - Originalität, robuste Realistik, gepaart mit Ausgewogenheit in den Proportionen und Sensibilität im Ausdruck. Die Arbeit ist eine der zahlreichen Porträt-Skulpturen der renommierten Holzbildhauerin, die sie unter dem Titel „Schnitz Mi“ zusammenfasst.

3

Sandrino Sandinista Sander - Spangenberg

Melsungen-Terminal

Eine offene Bibliothek - Bücher können entnommen oder eingebracht werden. Das fachwerkartig gearbeitete M, hier für die Stadt Melsungen stehend, ist Teil einer funktionalen Buchstabenserie, zu der der Künstler durch das Wörterbuch der Brüder Grimm inspiriert wurde. Auf den ARS NATURA-Wegen gibt es bisher 11 weitere Buchstaben-Bibliotheken zu entdecken: B, D, E, F, G, H, K, P, R, W, X. Ziel ist es, allmählich das Alphabet in Form dieser offenen Bücherdepots zu vollenden.

4

Daniela Schönemann - Halle

Monster, friss meine Sorgen

„…Das Thema „Rauszeit“ brachte mich auf den Gedanken der „Ruhezeit“, die auch Ruhe von etwas bedeutet. Wer grübelt, quälende Gedanken mit sich trägt oder sich Vorwürfe macht, kann keine Ruhe finden. Wer auf dem Wanderweg an der Skulptur vorbei kommt, kann alles Ärgerliche und Negative auf einen kleinen Zettel schreiben und dem Monster in den Rachen werfen. Man gibt die negativen Gedanken mit dieser symbolischen Handlung ab und schafft einen Freiraum, in den die Ruhe einkehren kann.“ Vor dem ‚Monster‘ ist ein kleiner Kasten mit Zettel und Bleistift angebracht. Auch eine kurze Anleitung steht dort.

5

Usch Quednau - Köngernheim

Coming Home

„Am 18. November 1805 wurde an der Stelle des heutigen Wolfssteins am Kesselkopf der letzte hessische freilebende Wolf von Rittmeister von Wolff erlegt. Am 5. August 1806 wurde ein heute verwittertes 1 m hohes, 0,2 m breites frühklassizistisches Sandsteindenkmal mit Epigramm an der Niederstreckungsstelle errichtet, um an die vorerst letzte Wolfsjagd Hessens zu erinnern“ (Wikipedia). Die Künstlerin hat diesem Wolf etwa 300 Meter weiter ein eigenes würdiges Denkmal in Eiche gefertigt. Als weißer Wolf ist er nun vor der Jagd sicher.

6

Michaele Biet - Nürnberg

Transformation

„Ein hellgrauer Granitfindling liegt wie ein ruhendes Lebewesen in der Landschaft. Jahrtausende Erdgeschichte prägten seine äußere Form. Das vermeintlich starre Material Stein erhält durch die künstlerische Bearbeitung eine neue Bedeutungsebene: Adern überziehen die Oberfläche, eine Wirbelsäule zieht sich über die Mitte des Steins. Die bekannte Anmutung eines liegenden Findlings wird durch diese künstlerische Intervention verändert und lädt zum näher Herangehen ein, um das Werk haptisch und von allen Ansichten zu erfassen“ (Michaela Biet).

7

Meinrad Ladleif - Kassel

Schau mir in die Augen

In der rund geformten Designerbank lässt sich der Blick in die Landschaft allein oder zu zweit phantastisch genießen. Der Architekt und Künstler hat bereits mehrere ausgefallene Bänke, stets in Metall und Holz, für die ARS NATURA-Wege entworfen.

8

Andreas Tollhopf - Kassel

Naturnah

In beide von den Spuren der Kettensäge geprägte Schnittflächen ist die abstrahierte Hohlform eines Menschen eingearbeitet, so als habe ein Mensch dort seinen Abdruck hinterlassen und danach diesen Ort verlassen. Die Oberflächenbearbeitung ist bewusst grob, um ein lebendiges Licht- und Schattenspiel zu erhalten. Indem die beiden Hälften am Wegesrand einander gegenüber stehen, definieren sie einen Raum. „Am Ort angekommen erkennt (der Wanderer) die Hohlform - den verlassenen Ort - und spürt zugleich den Wunsch, sich an die Hohlform anzulehnen, um mit dem Baum wieder eins zu werden. Der Mensch, der mit der Natur so sehr verbunden und ein Teil von ihr ist, hat den ihm Leben spendenden Baum verlassen und sich von der Natur distanziert. Auf den weiten Wegen in die „Auszeit“ haben viele Menschen vergessen, dass die wertvolle „Rauszeit“ in die ins Leben und Energie spendende Natur oft so nah sein kann und auf Ressourcen sparende und schöne Weise erlebbar ist“ (Andreas Tollhopf).

9

Erich Zimmer -Iffeldorf

Entsprungen II

„Eine Runde – Rauszeit“ – Rund und Raus und Zeit? … Aufbruch, Neubeginn, gedeihen und wachsen… Bei diesen Gedanken stellte ich mir immer wieder Schalen, aus denen Früchte entspringen, vor. Nüsse, Erbsen, Bohnen, Maronen, Rosskastanien, Schotenfrüchte wie die des Brotbaumes. Meine Idee nahm Form an – eine aufgebrochene Rosskastanie. Aufgeklappte Schalenhälften, die gerade noch beschützend ihre Frucht festhalten bzw. freigegeben haben“ (Erich Zimmer).

10

Carola Lantermann -Hauenstein

Gagelagaije

„Vor allem im Frühjahr ist er mit seinen Blüten eine farbgebende Pflanze in der Natur! Er ist ein Begleiter durchs ganze Jahr. Bei der Blüte, nicht nur als Bienenweide, ist er als Nahrungsmittel vielfältig nutzbar. Auch in Medizin und Volksheilkunde hat er seinen Platz. Für ihn gibt es unendlich viele mundartliche Namen, in denen sich seine Bedeutung widerspiegelt“ (Carola Lantermann).

Karte

Bitte geben Sie Ihre Startadresse ein